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Flakhelfer zugespielt: Reiners Brief an Daggi

Liebe Dagmar,
wollte mal nachfragen: Wie isset denn so?
Mir geht’s momentan nicht so gut – nicht nur Stress mit dem Luft-Kreuz E/Mh sondern auch mit dem eigenen.
Komme grade vom Arzt ... – nein, nein,  kein Burnout, viel schlimmer: ich habe mich bei der Arbeit wundgelegen! -  Kein Wunder, warte nun schon seit Wochen angespannt auf unser nächstes Flughafengutachten zum Abheften. So richtig gemerkt habe ich es eigentlich erst beim Hineinquetschen in meine mikrigen Dienst-Audi als ich bei der Bank nachfragen wollte, ob meine Bonuszahlungen schon eingegangen sind.
Der Arzt hat als Therapie eine mobile Betreuung vorgeschlagen, die mich während der Arbeit mehrfach täglich wendet. Als verantwortungsbewusster Leistungsträger und Staatsbürger habe ich natürlich nach kostengünstigeren Varianten gesucht und  ... auch gefunden: Ein neuer SUV-Dienstwagen, so um die 50 Riesen täte es auch. Das wäre nicht nur für meinem Rücken gut, sondern würde mich auch schneller aus dem Lärmbereich der Hubschrauber bringen.
Ich denke, wir müssen alle Opfer bringen.
Auch Hannelore wird sich bestimmt freuen, wenn in ihrem Mülheim so aufopferungsvoll auf die Schuldenbremse getreten wird.

Alles Liebe und Küßchen
Dein Reiner

PS: Beim nächsten Gehaltsranking werde ich Dich überholen  :-)                  (gs/12.07.12)
 

Flakhelfer deckt auf:  Tiefflug im Sauerland – Die ganze Wahrheit

Unser Verkehrs-Olli  liebt ja bekanntlich ein hohes Tempo, allerdings stärker ausgeprägt im Handeln als im Denken. Es ergab sich, dass Olli mal schnell zur Entspannung, ein paar Rehe (vermutlich vierbeinige) zu erlegen gedachte. Obwohl er es nach eigenen Aussagen auch  „mit Doofen kann“ wollte er sich nicht gleich mit selbigen in den Stau stellen. Erheblich bequemer wäre es doch, sich dem Jagdgebiet direkt von oben zu nähern.
Spontan lieh er sich mal eben aus dem Weltkrieg II-Museum der Landesregierung ein gut erhaltenes Jagdflugzeug vom Typ ME 109. Messeschmitt
Kurz nach dem Start  wurde er jedoch von einem senilen Bettflüchter am Flughafen Essen/Mülheim entdeckt , der die außerplanmäßige Störung seiner morgendlichen Ruhe sogleich der Bezirksregierung meldete, wo sie routinemäßig erst mal  in einer Schublade verschwand. So konnten die Abfangmaschinen der Bundesluftwaffe auch nicht eingreifen, um Olli zu schützen. Das hätte vermutlich sowieso nicht geklappt, da unser Haudegenden den Radarschirm der Landesverteidigung clever unterflog und  länger unentdeckt bleiben konnte. Nicht bedacht hatte er bei seinem Tiefflug allerdings, dass es ja in Bodennähe auch noch die polizeiliche Radarüberwachung gibt, die „nicht normgerechtes Verkehrsverhalten“ pflichtgemäß ahnden muss. Spät, wenn auch nicht zu spät, wurde er auch innerhalb Olpes  mit 109 km/h geortet und per Notlandung aus dem Verkehr gezogen. Nun wäre das alles nicht so schlimm, hätte unser Minister nicht dummerweise vergessen, den Ausleihzettel im Luftwaffenmuseum zu unterschreiben. Das wurde von Parteifreunden sogleich seinem Chef gepetzt. -
Ihm blieb nur noch der Rücktritt!

Nachruf: Schade Olli, du warst selbst für einen Flakhelfer ein so leicht auszumachendes Ziel.  (gs /14.02.09)

Flakhelfer: Beten mit Esser

„”Drei Tage lang sah sich die SPD das Gezerre... stumm an“.
- Warum bloß nicht länger? -  Es waren doch drei schöne Tage.
Nachdem Parteigenosse Wüllenkemper bereits mit einer holprigen Landung die Lokalpolitik aufgemischt hat, ist nun das Feld bereitet. Jetzt landet auch der hohe Priester des Mülheimer Filzes:  SPD-Parteichef Frank Esser .  
In den Niederungen der politischen Unsortiertheit der CDU angekommen, wirft er seinen Phrasendresch- Generator an und droht der CDU. Selbstverständlich hat er vorher den Betroffenheits- gegen den Attacke-Chip getauscht.  - Jawohl, er droht!  
Er droht, dass einem auch als Zuschauer angst und bange wird.
Aber womit eigentlich?
 Hat er etwa schon weitere Yassine-Klone im Köcher oder ist es gar die geballte Power seiner 19%-Partei, die ihm den Rücken stärkt. Natürlich geht es um Grundsätzliches. Darunter macht es ein großer Parteichef nicht. Und deshalb muss natürlich auch eine Gewissensentscheidung her.

Dann aber bitte erst den Beichtvater oder Iman befragen und hoffen, dass die nicht in der Einflugschneise leben - sonst hilft nur noch beten! (gs)
 

In der WAZ Mülheim erschien am 27.08.2008  folgender Artikel

SPD-Chef: Erschreckende Entgleisung

Erschreckt zeigt sich der SPD-Vorsitzende Frank Esser über die Vorkommnisse beim „Ortstermin" am Flughafen Essen/Mülheim. „Andernorts knallen Sektkorken, wenn ein Unternehmer neue Arbeitsplätze schaffen will", so Esser, „in Mülheim muss er sich anpöbeln lassen."  Es zeige sich eine zunehmende Lust an Zuspitzung und mit diesem Ereignis überdies eine kaum mehr hinnehmbare Entgleisung der guten Sitten. „Es zeugt von wenig Sachverstand und sozialer Verantwortung, einen Unternehmer, ..., nieder zu schreien."
 
Pflicht der Politik ist es, verantwortungsvoll und sachlich das Für und Wider abzuwägen anstatt vorurteilsgetränkten Unmut zu schüren, betont Esser. „Ich mache mir seit einiger Zeit grosse Sorgen um die politische Debattenkultur in unserer Stadt", so der Vorsitzende der Mülheimer Sozialdemokratie. „Mit dieser Veranstaltung am Flughafen wurde eine Grenze überschritten von der ich dachte, sie sei von allen politischen Kräften in unserer Stadt respektiert."
 

 

Flakhelfer fragt nach   ( Das grosse Sommerinterview mit SPD-Parteichef Esser)

Herr Esser, warum sind Sie so erschreckt an den Vorkommnissen am Flughafen?
Esser:  Andernorts knallen Sektkorken und hier gibt's noch nicht mal was zu trinken. Lediglich die Flughafengegner waren vorurteilsgetränkt. Und  ich weiss immer noch nicht, wie die an den Stoff gekommen sind
Was hat Sie darüber hinaus noch gestört?
Esser:  Die zunehmende Lust und die Entgleisung der guten Sitten.
Was meinen Sie damit?
Esser: Jedesmal, wenn ich bei der Flugbereitschaft in Berlin anrufe, mir mal ne Maschine für 'nen Besuch bei der Omma her zu schicken, antworten die, sie dürften in Mülheim nicht landen. Das ist ‘ne echte Sauerei!  Und dabei wäre das so leicht, wenn unser Parteigenosse Wüllenkemper seine Wartung hier hätte. Unser großer Ex-Vorsitzender Rudolf Scharping, der zeigte noch soziale Verantwortung und konnte bei seinen Afghanistantrips bei zunehmender Lust schon mal mit der Flugbereitschaft nach Malle zu seiner Gräfin Pilati in den Pool entgleiten. Aber unsereiner kommt noch nich mal zur Omma.
Aha!
Esser:  Auch sorge ich mich um die Debattenkultur in unserer Stadt. Ich meine, die war zwar noch nie sehr gross, aber inzwischen ist das ja schon fast so schlimm wie in der SPD
Was macht Ihnen am meisten Sorgen?
Esser:  Bei dieser Veranstaltung am Flughafen wurde von vielen Essenern eine Grenze überschritten, nämlich die von Essen zu unserem geliebten Mülheim.  Ich meine, was wollen die hier? Wir wollen doch nur über ihre Gärten fliegen und nicht dort landen. Die kommen einfach mit dem Fahrrad herüber und besetzen die besten Plätze, während unsere Leute, sich weit ab einen Parkplatz suchen müssen.
Man spürt ja förmlich Ihre berechtigte Erregung. Da merkt man wieder, welchem Stress Spitzenpolitiker wie Sie ständig ausgesetzt sind. Wie halten Sie das bloß aus?
Esser:  Leider wird das nicht von allen so gesehen.
Eine letzte Frage: Warum haben Sie die Veranstaltung dann nicht einfach vorzeitig unter Protest verlassen?
Esser: Äh..., was? -  Ich war doch gar nicht dort.                                                                                                            

 

Flakhelfer versus Online-User

Uns Gegnern des Flughafens wird immer wieder  vorgeworfen, dass wir einseitig argumentieren. Um dieses Argument zu entkräften, soll nun auch seinen Befürwortern Gelegenheit gegeben werden, ihre objektive Sicht der Dinge  sachgerecht darzulegen.  Hier Originalzitate von Online-Usern des Forums derWesten.de :

 PROdüse: „ Eine Boing 737 ist wirtschaftlich durchaus sinnvoll. ..Wer Probleme damit hat, kann ja wegziehen ... oder ... nach Sibirien auswandern.    ... Bei Wahnvorstellungen und Angstzuständen rate ich zu einem Besuch beim Arzt“ (19.03.2008)

 Aussieoz: „  ... zieht doch nach Velbert oder Bochum.“ (09.07.2008)

 Flughafen_Siedler: „Es geht um Arbeitsplätze. Aber soziale Verantwortung scheint ja diesen Rentnern und Neureichen ein Fremdwort zu sein.“ (19.03.2008)

 Urlaubsflieger: „ FLUGHAFENGEGNER=JOBVERNICHTER !!!  Diesen Personen sollte fristlos gekündigt werden, damit sie wissen wie es ohne Job läuft“ (12.07.2008)

 Airliner: „Hört endlich auf zu jammern!!!“ (12.07.2008)

 Ditike: „Der Flughafen war vor allen Siedlungen da!!!“

 DrBerger: „Die „Bilderstürmer“ gegen den Flughafen haben keinerlei Hemmungen, oft mehrfach im Jahr mit ihrem Urlaubsflug die Anwohner überall in der Welt zu terrorisieren - die Heuchler!“ (07.07.2008)

 Skunkie: „ Die Blockierer, die mit ihrem Herumgeklage die Ansiedlung von WLO wegen „Fluglärm“ kaputtmachen wollen, sollten nicht länger 150 Menschen Brot und Arbeit verwehren dürfen.“ (10.07.2008)

 TinkyWinky: „ Komisch das diese Ökostalinisten nie vernünftig argumentieren können. Geht meistens über die persönliche und polemische Schiene. J  (10.07.2008)

 MiLan: „Dieses hasserfüllte Geseiere der Flughafengegner beweist einmal mehr, „Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns“ - sagten schon die Nazis. (13.07.2008)

 Im Namen aller Landeplatz-Gegner möchte ich mich herzlich bei den oben zitierten Befürwortern für ihre Sicht der Dinge bedanken.

Danke auch für die Ratschläge, nach Velbert oder Sibirien auszuwandern. Ich selbst habe mich bereits in Sibirien umgesehen und ein  flugaffines Gelände gefunden: einen ehemaligen Abwurfplatz für thermonukleare Waffen.

Mein besonderer Dank gilt DrBerger für den Hinweis, dass Fluglärm zum Terrorisieren geeignet ist. Ich dachte bislang immer, Flüsterjets sind eigentlich nur mit Verstärker wahrnehmbar. Auch  die schöne Metapher von den „Bilderstürmern gegen den Flughafen“ belebt die Diskussionskultur auf angenehme Weise.

Beeindruckt hat mich auch TinkyWinky.  Kritiker werfen den Teletubbies immer wieder vor, dass sie die Sprachentwicklung von Kleinkindern stören, doch TinkyWinky hat aus den vielen „Ah-Oh“ und „Winke-Winke“ immerhin den Begriff Ökostalinist herausgehört. Oder liegt hier bereits ein durch Fluglärm bedingter Gehörschaden vor?

Auch MiLan’s  Beitrag vom „hasserfüllten Geseiere“,zeigt, dass man sich selbst dann prononciert äußern kann, wenn die Feder vom Gedanken der Nächstenliebe geleitet wird.

 Ich denke, diese bahnbrechende Diskussionskultur, wird unsere eigene Argumentation in Zukunft deutlich verbessern.     DANKE! (gs)

 

Flakhelfer als Ornithologe

Unter einem Milan versteht man eine Greifvogel aus der Gattung der Habichtartigen. Wie alle Greifvögel verfügt ein Milan über einen legendären, für eine erfolgreiche Jagd unerlässlichen Scharfblick. Mit diesem Scharfblick ausgestattet, kommentiert nun ein MiLan am 05.07.2008 im Online-Forum derWesten.de  einen Artikel des bekannten Flugfreundes Frank Meßing „WDL verdient nun Fairness“ .

Werfen wir mal einen Blick in die Ausführungen des Habichtartigen:

Schön, wie sich diese "Klientel" jetzt hier eingeschossen hat, gegen den "Hofberichterstatter". Aber zur Sache selber kommt da komischerweise nichts. Was hat der Hofberichterstatter gewagt hier einzuwenden?
Nun, daß es da einen Unternehmer gibt, der klare Unternehmensvorstellungen hat, der Millionen investieren wil, und der Arbeitsplätze schafft.
Allerdings nicht zu Diensten eines hiesigen alternaiven Gemenges, technologiefeindlich, egoistisch, - als es darum ging, sich billig Boden zu beschaffen, und dem (Gemenge) es jetzt darum geht, für Ruhe zu sorgen, - wie man es eigentlich nicht anders von den üblichen Blockwarten und Capos kleiner Siedlungsstraßen gewohnt ist.
Und natürlich kommen zu diesen wackeren Blut- und Boden behafteten jene, die weitab, "ausschließlich" das dezibilitäre Wohl der Gemeinschaft, im Blick haben.
Also, wenn politisch nicht korrekt, ist auch die angebotetene Arbeitsbeschaffung schlecht, und der "Hofberichterstatter", der es wagt, mal ein paar Einwände hier gegen den "guten" Mainstream anzuführen, gehört zumindest mittels Tusche und Feder an die Wand gestellt.
...
#6 von MiLan, am 05.07.2008

Versuch einer Analyse: Also ein Gemenge ist ein ungeordnetes Gemisch von  Reinstoffen...  Mhh..., aber welche Funktion haben dann die Blockwarte oder gar Capos...?
 ...Greifvögel werden etwa 20 Jahre alt. Woher in aller Welt kennt ein Milan Begriffe wie  Blut- und Boden .. und  an die Wand gestellt.. ? Sie hatten vor über 60 Jahre Konjunktur...
Aber dezibilitär gefällt mir richtig gut!  Hier blitzt er auf, der sprachliche Scharfblick.
- Also, ich geb’s auf. Mit intellektuellen Mitteln ist diesem Greifvogel-Code nicht beizukommen. Entweder hat sich der Milan bei der Landung verletzt oder ... ja, ..  genau, das muss es sein: Es handelt sich um das Gewölle, dass Milane nach dem Schlagen der Beute wieder auswürgen.   (gs, 01.08.2008)

 

 Flakhelfer motzt:

OB Mühlenfeld (SPD) will breite Klima-Offensive ins Leben rufen ... Nichtstun ist keine Alternative (NRZ Mülheim , 13.11.07)

Na, beim zweiten Satz bin ich mir da nicht so sicher, aber das mit  mit dem Klima-Gedöns ist ‘ne  wirklich gute Idee und ... Mülheims OB ist ja Politikerin und denkt natürlich vernetzt. Vermutlich fördert sie auch deshalb die Erweiterung des Flugplatzes auf Düsenflug; denn dann kann Daggi nach Einbruch der Dunkelheit viel schneller über ihre Schäfchen düsen und gucken, ob auch alle brav das Licht ausgemacht haben. Kollisionen mit der aktuellen Bürgerüberwachung sehen Datenschützer sowieso nicht, da dies ja nicht heimlich geschieht: Jeder hört Daggi ja bereits lange vor dem Überflug und kann dann schnell vorher noch das Licht löschen. Auch wenn die Mülheimer Klima-Sünder  den Flüsterjet ihrer OB versehentlich mit einem Düsseldorfer Ferienbomber verwechseln,  macht das nichts: Das gelöschte Licht verbessert auf jeden Fall die Mülheimer CO2-Bilanz.

So kann die angestrebte Reduzierung locker um 20 Dezibel erhöht werden. ... Äh, oder waren es Prozent  .. gesenkt? ... Verdammt, hätte ich in der Schule mal besser aufgepasst.  (gs)

Flakhelfer motzt:

Alzheimer: Spontanheilung bei der FEM  –  Wissenschaft steht vor einem Rätsel

 Morbus Alzheimer ist eine schlimme Erkrankung, die schleichend mit geringer Vergesslichkeit beginnt, unaufhaltsam fortschreitet und  im weiteren Verlauf von Desorientierung begleitet wird.

Von der Forschungsgruppe für gedankliche Klarheit gelang nun vertraulich die nachfolgende Sensation an die Öffentlichkeit:

 In einer randomisierten Untersuchungsgruppe - der FEM - ,  sind weltweit erstmalig zwei Alzheimer-Spontanheilungen  dokumentiert worden: Landeplatz-Chef Reiner Eismann und FEM- Aufsichtsratsvorsitzende Dagmar Mühlenfeld (OB von Wühlheim) hatten völlig vergessen, dass die Bezirksregierung eine Dauerausnahmegenehmigung für ein Düsenflugzeug am Landeplatz ausgesprochen hatten. Nun glaubte man  bis zu diesem Zeitpunkt in der Alzheimer-Forschung zu wissen, was weg ist, ist weg – und zwar:  für immer!

Und nun die Sensation: Reiner und Daggi erinnern sich nun wieder– zunächst vage aber zunehmend klarer – an eine „Art Zustimmung“. Dafür erinnern sie sich jetzt zwar nicht mehr daran, dass sie sich an etwas nicht erinnern konnten. - Aber so ein leichter Rückfall wird von den Wissenschaftlern als völlig normal angesehen und schmälert die Wissenschafts-Sensation nicht wesentlich. Nun wird intensiv nach dem Auslöser der Spontanheilung geforscht.

 Als unser Verkehrs-Olli Wittke (Motto: Erst handeln – dann denken!) von der undichten Stelle bei der Forschungsgruppe erfuhr, lautete seine erste Anweisung gewohnt entschlossen „Löst die Forschungsgruppe auf“, bis ein Mitarbeiter ihn darauf hin wies, dass dies Aufgabe des Forschungsministers sei.  Dafür war Olli aus Zeitgründen dann auch  irgendwie dankbar; denn er hat im Moment eh ne Menge Stress, weil er am Arbeitsminister vorbei noch an der Job-Beschaffung für seinen Kumpel arbeitet. Seit Olli derart gebunden ist, meldet die Polizei immer häufiger: störungsfreier Verkehr!          (gs)

 

Flakhelfer motzt:

Vom Rauschen der Blätter und Flüstern der Jets

Am Flugplatz Essen-Mülheim tut sich mal wieder was.  Methodisch anders als Curchill  („ Ich glaube nur an Statistiken, die ich selber gefälscht habe“) geht Landeplatzdirektor Rainer Eismann vor. Er misst sogar die Fluglärmdaten höchstpersönlich mit seinem Experimentierbaukasten aus Schülerzeiten, um den Landeplatz zur Jobmaschine von kontinentalen Ausmaßen voranzutreiben.    ( Seinen eigenen Arbeitsplatz hat er damit schon mal gesichert.)  So wurde er neulich in der Siedlung Engelsruh beim Messen des Fluglärms gesichtet. Damit die Statistik nicht zu unübersichtlich wird, begnügt er sich auch mit wenigen, ausgesuchten Messungen, deren brisantes Ergebnis trotz höchster Geheimhaltungsstufe nun bekannt geworden ist: Das Rauschen der Blätter bei Windstille hat die Messung unbrauchbar gemacht; denn die startenden Flüster-Jets waren wegen dieses Höllenlärms nicht mehr zu hören.

Sofort wurden die Daten an unseren temporären Minister für nachhaltiges Chaos im Verkehr Wittke weitergereicht. Der sah auch akuten Handlungsbedarf und entschied per Eilerlass, die lärmenden Bäume in der Einflugschneise fällen zu lassen. Das erfreute wiederum die achteinhalb Mitglieder des Geheimbundes „Flughafen und Ökologie“ – eine Art fliegende Karnickelschützer - , die sich nun ungestört am Sound startender Jets erfreuen können. Die Aufnahme einer CD ist bereits angedacht. Die soll dann an die Flugplatzanrainer kostenlos verteilt werden, damit die mal was anderes hören als nur rauschende Bäume.     (gs)

Aus einem Flugblatt der “Arbeitsgemeinschaft Flughafen und Ökologie Essen Mülheim e.V.” :

 

1478 HASEN  SUCHEN

EIN NEUES ZUHAUSE

  ... wenn der Flughafen Essen/Mülheim geschlossen wird, denn hier sind seltene Tierarten beheimatet ...

 

   Aktion pro Flughafen Essen/Mülheim
 


Kommentar: Da kann mal mal sehen, wie tief hier geflogen wird:
Kein Karnickel entgeht dem geschulten Pilotenauge.  (gs)
  

Fundstücke:

Quelle: DER SPIEGEL Rubrik: HOHLSPIEGEL

  Flughafenanrainer sucht intakte 8,8cm-Flak aus dem 2.Weltkrieg

... eine Woche später:

 Flughafenanrainer sucht Bedienungsmannschaft für 8,8cm-Flak

 

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